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    Nach Meinung von Experten tritt bei etwa 20 Prozent aller Männer zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben diese sexuelle Funktionsstörung auf. So wundert es nicht, dass vorzeitige Ejakulation nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie bei Männern unterschiedlicher Altersgruppen mit vergleichbarer Häufigkeit auftritt, also keineswegs nur junge Männer betroffen sind.

    Auch gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Ejaculatio praecox ein Phänomen der Leistungsgesellschaft ist, wie viele meinen. Es scheint ein Problem von Männern in vielen Teilen der Welt zu sein, da die Anzahl der Betroffenen in den verschiedenen Kulturen und Ländern ähnlich hoch ist.

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    Vorzeitiger Samenerguss ist sowohl emotional als auch körperlich belastend. Er kann zu geringem Selbstwertgefühl führen sowie Angstgefühle und Scham auslösen.

  • Gemäß einer Umfrage, die mit 12.000 Männern durchgeführt wurde, hatten Männer mit vorzeitigem Samenerguss im Vergleich zu den übrigen ein deutlich schlechteres Sexualleben. Männer, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden, machen sich mehr Sorgen über ihre Beziehung, manchmal meiden sie sogar gänzlich jede Partnerschaft. Die Auswirkungen reichen weit über den Geschlechtsverkehr und die Partnerschaften hinaus, die Lebensqualität insgesamt wird von diesen Männern als schlechter beurteilt.

    Einer weiteren, ebenfalls mit 12.000 Männern und ihren Partnerinnen durchgeführten Umfrage zufolge, hatten die Partnerinnen von Männern, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden, ein deutlich schlechteres Sexualleben sowie einen höheren Leidensdruck und machen sich mehr Sorgen über ihre Beziehung als Partnerinnen von Männern ohne Ejaculatio praecox.

    Betroffene Paare empfinden oft, dass ihrer Beziehung etwas fehlt und dadurch ihr Grad an Intimität beeinträchtigt ist.
    Grund genug für den Partner wie für die Partnerin, sich nicht damit abzufinden.

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    Bei den Partnerinnen der von vorzeitiger Ejakulation betroffenen Männer entsteht oft sexuelle Unzufriedenheit. Sie vermissen die Intimität ihrer Beziehung, reagieren verärgert oder haben sogar das Gefühl für den Zustand verantwortlich zu sein. Viele Partnerinnen sprechen dennoch ungern über das Problem, weil sie Angst haben, die Gefühle des Mannes zu verletzen.

    Der Befund ist für Betroffene wie für ihre Partnerinnen frustrierend. Beide sollten aber wissen, dass es sich bei Ejaculatio praecox um eine behandelbare sexuelle Funktionsstörung handelt. Deshalb lohnt es sich, einen Arzt aufzusuchen, der eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten anbieten kann.